Führungen
Hermann Hesses Garten
Hermann Hesses Garten in Gaienhofen – Damals und Heute
1907 zog die Familie Hesse in Gaienhofen in das eigene Haus ein, nachdem sie zuvor einige Jahre in einem Bauernhaus zur Miete gewohnt hatte.
In der Zeit bis 1912 legte Hermann Hesse auf dem Wiesengrund rund um sein Haus einen großen Selbstversorger-Garten mit Beeren, Gemüse und Obstbäumen sowie zahlreiche Blumenrabatten an. Es ist der erste und einzige Garten, den er von Grund auf selbst konzipierte und eigenhändig anlegte: Spätere Gärten in Bern oder Montagnola veränderte er lediglich.
Diese Einzigartigkeit seines Gartens begründet die Rekonstruktion und Interpretation durch die jetzige Eigentümerin.
Unter fachkundiger Führung wird nicht nur der nach Hesses eigenen Plänen wiederangelegte Nordgarten gezeigt und mit Hintergründen erläutert, sondern auch der wiederhergestellte Südgarten, der auch auf historischen Grundlagen basiert: Hier wachsen in traditionellen Beeten als kleine Sortenarche die alten Blumen- und Nutzpflanzen-Sorten, die schon in Hesses Garten zu finden waren. Das, was damals bewährt war, ist es oft auch heute noch.

Dieser kurzweilige Vortrag beleuchtet erstmalig den chronologischen Ablauf der Lebenszeit von Hermann und Mia Hesse in Gaienhofen. Was hat sie bewogen, sich hier niederzulassen? Welche Bedeutung hat die bäuerliche Wohnung in der Dorfmitte gehabt und was hat das Paar schließlich bewogen, hier auf der Anhöhe ein Haus zu bauen? Tauchen Sie ein in die Lebensverhältnisse des Dichters und seiner Frau und welche Überlegungen, Freuden, aber auch Krisen das Leben des Paars in dieser idyllischen Landschaft flankierten. Nur so ist zu verstehen, dass Hermann und Mia Hesse diesen Ort aufgaben und sich anders orientierten. Dieser Vortrag kann mit der
Lassen Sie sich mitnehmen auf einen filmischen Rundgang durch das Haus, wobei in jedem Zimmer des Hauses besondere Objekte vorgestellt werden, die bei den Führungen selten oder nie besprochen werden können: So gewinnen Sie in der schönen Atmosphäre des Speisezimmers der Familie Hesse einen besonderen Eindruck von dem, was das Haus zu bieten hat.
Die 35-jährige Mia heiratet den 26-jährigen Hermann Hesse und zieht mit ihm nach Gaienhofen, einen Ort, den sie selbst ausgewählt hat. Das bisher gewohnte städtische Umfeld ihrer Heimatstadt Basel tauscht sie eine gegen ein zurückgezogenes Leben auf dem Lande an der Seite Hermanns als Ehefrau und Mutter der drei Kinder. Wie geht sie mit diesen Umbrüchen um, was bewegt sie, wie verlief ihr Alltag, mit welchen Schwierigkeiten hatte sie zu kämpfen? Sehnsüchte, Freuden und Enttäuschungen werden im Rahmen einer Begehung ihres Zimmers und weiterer von ihr genutzter Räume als Erkenntnisse aus ihren Briefen an Hermann aus jener Zeit deutlich: Ein
Im Zusammenhang mit der Zeit Hesses in Gaienhofen stoßen wir immer wieder auf die Epoche der Lebensreform. Was war das für eine Bewegung, welche Umbrüche fanden statt? Diese Zeit, die noch bis heute Auswirkungen zeitigt, beeinflusste alle Lebensbereiche: Veränderung in Architektur, Kunst, Ernährung, Gartenwirtschaft und Erziehung lassen sich am Leben von Hermann und Mia Hesse in ihrem Gaienhofener Haus nachvollziehen.


